9. November 1918 1938 1989_______________________________2016

11. November 2016

“Die Nacht in der der Westen starb” titelte das Berliner Boulevardblatt Bildzeitung am Tag nach der US-Wahl. Einer, der gerade erst sein Abschiedsalbum vorgelegt hatte, entschied sich zwei Tage vorher schon für den Abschied. Leonhard Cohen verließ diese Welt – nicht ganz überraschend, aber irgendwie doch sehr viel schneller als erwartet. Der großartige Sänger setzt damit (fast schon) einen Schlußpunkt unter das erschreckende Jahr 2016, dessen Auftakt auf prophetische Weise düster war. Am 11. Januar war die Welt aufgewacht und hatte erfahren, dass sich David Bowie in einen “Black Star” verwandelt hatte. Fast scheint es mir, als hätte er geahnt, was auf uns zukommen würde. Vermittelte die weltweite Trauer um seinen Tod nicht einen Vorgeschmack auf die Erfahrung von Verlust, die seit gestern in uns hochsteigt? Und scheint es nicht so, als wäre ihm auch Leonard Cohen gefolgt, um diese Zeitenwende nicht mehr zu erleben?
Allenthalben liest man jetzt Erklärungsversuche für das bis vor kurzem Undenkbare. Ich habe dabei ein großes Bedürfnis, mir die Komplexität der Zusammenhänge klar zu machen. Deshalb stelle ich an dieser Stelle die Frage: Was hat uns an die schwindelerregende Schwelle dieses 9. Novemer 2016 geführt? Und was genau erzeugt die unglaubliche Bestürzung, warum schockiert dieses Wahlergebnis so sehr? Meines Erachtens muss man auf der Suche nach Antworten 27 Jahre zurückblicken, auf den Mauerfall am 9. November 1989.

Der Glücksfall 1989
Die 1961 gebaute Mauer quer durch Deutschland hatte 28 Jahre lang Bestand gehabt. Ihr Fall am 9. November 1989 war eine Zeitenwende zum Positiven, eine ungeheuere Chance, ein Geschenk von Fortuna. Ich erinnere mich noch lebhaft an den Morgen dieses Tages. Damals arbeitete ich für SAT1 in Hamburg und hatte eigentlich ab sechs Uhr morgens Frühschicht. Um vier Uhr in der Früh wurde ich aus dem Bett geklingelt: “Du musst sofort zum Sender kommen, die Mauer ist gefallen.” Und ich, schlaftrunken: “Was, gibt es Krieg?” Ich konnte mir das Ende des “antifaschistischen Schutzwalls” nicht anders vorstellen als gewalttätig. Damals hielten wir den Atem an, weil wir nicht wussten, wie die Proteste in Ostdeutschland enden würden. Aber alles war noch einmal gutgegangen – damals. Ein riesiges Glückskapital wurde freigesetzt, aufgebaut aus den Tränen und zerstörten Träumen all derer, die jahrzehntelang eingesperrt gewesen waren.

Das verspielte Glückskapital nach 1989 erzeugt eine Hydra mit vielen Köpfen
In den 27 Jahren, die folgten, wurde diese Glückskapital, systematisch verspielt —- von Hazardeuren, die sich endlos bereicherten, von arroganten “Kriegsgewinnlern”, die vom “Ende der Geschichte” schwafelten. Man meinte, den Sozialismus “besiegt” zu haben, die “Gefahr im Osten” gebannt zu haben. Russland wurde düpiert, das entfesselte Finanzkapital begann seine Verwüstungsfeldzüge.
Unter der Jubeloberfläche der Konsumkultur und an den Rändern des mächtigen weißen Westens wuchs jedoch gleichzeitig, und zunächst nur sehr langsam ein stumpfes Ressentiment, ein unterdrückter Unmut — gleich einer Hydra mit unendlich verschiedenen Köpfen.

Hydra-Kopf 1: Islamistischer Terror, 1. Generation (Al Quaida)
Am 11.September 2001 explodierte das Biest zum erstenmal – ein Kopf der Hydra spie Feuer in der Gestalt des “islamistischen Terrors”. Reagiert wurde darauf mit alten Reflexen, die dem neuen Phänomen nur noch weiter zur Ausbreitung verhielfen. “Putting out fire mit gasoline”, wie Bowie singt. Die US-amerikanische Führung erfand u.a. einen Grund, 2003 den Irak zu überfallen. Der Massenprotest von Hunderttausenden in ganz Europa dagegen blieb wirkungslos; Großbritannien machte bei dem folgenschweren Desaster mit.

Die Folgen des weggemauschelten Börsencrashs von 2008
Das nächste Warnsignal war der Börsencrash 2008 – der auf rücksichtlose Weise weggemauschelt wurde. Die Macht der Banken blieb erhalten. Die Betroffenen, vor allem in den USA, mussten die Pille schlucken. Noch lebte die westliche Welt dabei gut von ihren mentalen und emotionalen Reserven. Der neue, der erste schwarze Präsident der USA verkörperte die Hoffnung auf die Teilhabe vieler am gesellschaftlichen Leben. Aber die Finanzwelt sprach eine andere Sprache und Obama arrangierte sich schnell mit ihr. Er nahm in Kauf, dass immer mehr Bevölkerungsschichten “abgehängt” wurden.

Hydra-Kopf 2: Tea Party. Rechtsradikalismus in den USA
Als Reaktion auf Bankenrettungsversuche und Konjunkturpakete seiner Regierung entstand die erzkonservative Teaparty-Bewegung. Sie kanalisierte mittels simpler Antworten aus der Mottenkiste des letzten Jahrhunderts die unterdrückte Wut der “Verlierer”. Dieses Reaktionsmuster sollte sich in den kommenden Jahren mehr oder weniger stark auch in Europa ausbreiten.

Die Folgen von Deutschlands Austeritätspolitik
Deutschland spielte hier im Hintergrund keine unwichtige Rolle als Motor. Kraft seines Einflusses auf die EU hatte “Berlin” zur Lösung der Bankenkrise eine Art Wirtschaftskrieg gegen die schuldengeplagten EU-Mitglieder am Mittelmeer begonnen. Auf Basis überlebter, aber dennoch stoisch behaupteter ökonomischer Grundsätze wurden Maßnahmen verordnet, die zu Massenarbeitslosigkeiten in Griechenland und Spanien führten. Davon profitierten zwar manche Aktieninhaber in Deutschland, aber nicht jene Bürger, die seit dem Mauerfall über den Tisch gezogen worden waren und mit ansehen mussten, wie sich ganze Landstriche entvölkerten. Das Spardiktat erzeugte außerdem erheblichen Unmut bei der Bevölkerung eigentlich “reicher” EU-Staaten wie Frankreich oder England.

Hydra-Kopf 3 – 7: Das Entstehen und/oder Erstarken rechtsradikaler Gruppierungen in der EU
In der Folge wuchsen der Hydra neue Köpfe unter Etiketten wie Marin Le Pen, Geert Wilders oder Nigel Farage, die seitdem Gift und Galle spucken. Dass 2010 im kleinen Ungarn mit Viktor Orbans Fidesz-Partei die erste rechtsradikale Regierung in der EU nach dem Mauerfall an die Macht gekommen war, rief in der Kommission wenig Gegenreaktionen hervor – trotz deutlich sichtbarer Einschränkungen der Meinungsvielfalt. Außerdem irrlichterte in Deutschland bereits seit den 90er-Jahren ein rechtsextremistisches, teilweise hochkriminelles Dumpfbackengeschwader, das auch nicht wirklich ernst genommen wurde. Bis zum Jahr 2013 erfuhr sich die westliche Welt immer noch als einigermaßen “rosig”.

Intermezzo A: Die deutsche dezentrale Erneuerbare-Energien-Bewegung als vermeintlicher Hoffnungsschimmer
Gerade in Deutschland hatte seit etwa 2008 eine Art neuer Wirtschaftsbewegung immer mehr an Fahrt gewonnen, die auf Basis eines kleinen Gesetzes, des “Energie-Einspeise-Gesetzes” den Umstieg auf eine umweltfreundliche Stromproduktion anstrebte. Ziel war unter anderem der Kampf gegen den Klimawandel, bei dem man sich mit dem amerikanischen Präsidenten Obama in einigermaßen guter Gesellschaft wusste. Großen Aufwind bekam diese Bewegung 2011 durch die tsunami-verursachte Havarie des japanischen Atomkraftwerkes im japanischen Fukushima. Erneuerbare Energien erschienen als probater Ersatz für die hochriskante Kerntechnologie. Deutschland beschloss, weltweit viel beachtet, den Ausstieg. Der Zug schien damals in Richtung einer (auch) atom(waffen)freien Welt mit neuen menschenfreundlicheren Maßstäben zu fahren. Die “grünen” Ideale hatten Aufwind, nicht nur bei der Stromproduktion, sondern auch, wenn es um Minderheitsrechte, wie beispielsweise die Gleichstellung homosexueller Paare ging.

Intermezzo B: Die soziale Netzwerkrevolution und der arabische Frühling
Gleichzeitig tummelte man sich mit mehr oder weniger großer Neugier in den mächtiger werdenden sozialen Netzwerken. Deren Ausstrahlungskraft manifestierte sich zu Beginn des Jahres 2011 machtvoll in der arabischen Welt. Facebook und Handyvideos vervielfältigten in Tunesien und Ägypten den Haß auf eine korrupte und gewalttätige Machthaberclique und kanalisierten das Bedürfnis der Menschen, ebenso frei leben zu können wie die Menschen im Westen. Schon sprach man vom “arabischen Frühling” in Analogie zum “Prager Frühling” des Jahres 1968. Doch dann scheiterte die Bewegung sehr schnell an der unmenschlichen Grausamkeit des syrischen Regimes.

Zeitenwende durch den syrischen Bürgerkrieg.
Damit begann der Umschlag, die Zeitenwende. Der syrische Bürgerkrieg mutierte zum Stellvertreterkrieg regionaler und internationaler Konflikte und bescherte der Hydra rasch jede Menge neuer Köpfe.

Hydra-Kopf 8: Russlands Rache
Das durch den Mauerfall düpierte Russland witterte Morgenluft und fing an, den Westen nach Strich und Faden vorzuführen. 2014 annektierte Putin die Krim.

Hydra-Kopf 9: Islamistischer Terror, 2. Generation
Eine beispiellose neue Terrorgruppe, genährt durch die Verlierer des Irakkriegs 2003 und den Syrienkonflikt, machte sich ab 2015 die neuen Medien als Bühne für ihre SNUF-Videos zu Nutze. In Scharen flohen die Menschen vor DAESH aus der Konfliktzone.

Intermezzo C: Danke, Merkel
Als Deutschland im Sommer 2015 kurzzeitig die Grenzen für Flüchtlinge aus aller Welt öffnete, war der Jubel ebenso groß wie kurz. Sehr schnell kippte die Stimmung wieder. Plötzlich war vor allem davon die Rede, dass massenhaft “fremde” Menschen nach Deutschland strömten. Die Medien fanden kaum noch Platz für ein anderes Thema. Die Politik jedoch reagierte wenig pragmatisch auf die vielen Neuankömmlinge. Sie überließ die humanitäre Hilfe Freiwilligen, mit teilweise chaotischen Folgen.

Hydra-Kopf 10: Islamistischer Terror, 3. Generation: DAESH in Europa
Gleichzeitig exportierte DAESH seinen Terror nach Westen. Die Anschläge von Paris und Brüssel schockierten Europa. Sie legten aber auch offen, wie wenig die ehemaligen Kolonialmächte Frankreich und Belgien in der Lage sind, die in den Peripherien ihrer Städte lebenden Migranten als gleichberechtigte Bürger anzuerkennen. Ein Problem, das für ganz Europa gilt und den Nährboden für kommende Attentate abgibt.

Intermezzo C: Das Pariser Klimaabkommen 2015
Einmal jedoch konnte in der zweiten Hälfte von 2015 noch richtig aufgeatmet werden: als im Dezember in Paris das Weltklimaabkommen beschlossen wurde, wenn gleich nur als Minimalkonsens. Das schier Unmögliche war gelungen, das Desaster des gescheiterten Vertragsversuchs von Kopenhagen wurde überwunden. Ein weltweiter gemeinsamer Konsens demonstrierte die Handlungsfähigkeit der internationalen Staatengemeinschaft.

Hydra-Kopf 11: Polen bekommt als zweiter EU-Staat eine rechtsradikale Regierung
Im Dezember 2015 kam jedoch nach Ungarn auch in Polen eine nationalkonservative Regierung an die Macht, getragen vom Aufbegehren der jungen Generation und dem Unmut der sozial Schwachen. Der Mythos der Transformation von 1989 und deren Helden hatte sich abgelebt. Stattdessen machte sich, vor allem auf dem Land, Hass breit auf die selbstherrlichen politischen und wirtschaftlichen Eliten in den Städten.

2016: Hydra-Kopf 13: die AfD in Deutschland
Im Jahr 2016 begannen sich die bestehenden Hydraköpfe zu bündeln; außerdem zeigten sich im Lauf der Monate immer neue Schreckensgesichter. Die kleine Hoffnungsblume der dezentralen deutschen Erneuerbaren-Energien-Bewegung wurde in die Schranken verwiesen und das EEG so gut wie abgeschafft. Ein ambitionierter Klimaplan in der Nachfolge des Abkommens vom Dezember 2015 kam nicht zustande, stattdessen eine Art Bestandsschutz für Stromproduktion aus Kohle. Den rechten deutschen Dumpfbacken gesellte sich eine populistisch krakeelende Partei hinzu, die bereits im Jahr 2015 Fahrt aufgenommen hatte. Ihre medienwirksamen Provokationen verschafften ihr ein öffentliches Echo, das weit über ihrer tatsächlichen Bedeutung lag. In einem sarkastischen Seitenhieb möchte ich sagen: so wie Bowie es uns vorgemacht hat, als er sich in den 70ern in den vereinigten Staaten wie ein bedeutender Star aufführte, der er damals nicht war. Das mediale Münchhausenphänomen AfD schlug sich alsbald in realen Wahlerfolgen nieder. Es manifestierte – zwar nicht nur, aber doch sehr stark – die Wut der Wendeverlierer, die sich in dem Deutschland, in dem sie leben, nicht zu Hause fühlen. Ihnen diente sich mit der neuen Partei ein marktschreierisches Sprachrohr an, das den Mangel an Ansprache, die einen Ausdruck für tatsächliche Konflikte und damit zusammenhängende Lösungen hätte suchen können, kompensierte.

Das Monster erwacht
Der Aufstieg des horrorclownartigen US-republikanischen Präsidentschaftskandidaten wurde in Deutschland dagegen zunächst mit Ungläubigkeit und Befremden aus der Ferne wahr genommen. Direkt vor der eigenen Haustür schockierte erst einmal die rechtsradikale britische UKIP ganz Europa, als sie in Unterstützung von Camerons Konservativen maßgeblich das Ausstiegsvotum der Briten “Brexit” aus der EU befeuerte. Mitte des Jahres fing man dann langsam an, sich über die USA Sorgen zu machen. Das Unvorstellbare war eingetreten, ein Mann ohne Moral und Charakter hatte sich als republikanischer Präsidentschaftskandidat durchgesetzt. Auf der demokratischen Seite war man dagegen zerrissen: zwar hatte sich Hillary Clinton als Kandidatin profiliert, aber mit unlauteren Methoden, die ihr teuer zu stehen kommen sollten. Ihre Partei biss den radikaleren Kandidaten Bernie Sanders weg in der Hoffnung, mit Hillary’s langjähriger Amtserfahrung die Wahl zu gewinnen.

Eine Hiobsbotschaft jagd die nächste
Danach ging es beinahe Schlag auf Schlag. In der Türkei fand ein Putsch statt, dessen gesamte Umstände die böse Vermutung nahe legen, dass hier ein wohlfeiler Vorwand wenn schon nicht konstruiert, dann auf maximale Weise ausgeschlachtet wird. Seitdem befindet sich das Land auf direktem Weg in die Diktatur und sein Machthaber phantasiert von Grenzrevidierungen, die auf das Ende des ersten Weltkrieges zurückgehen. 2016 steigerte sich außerdem der Bürgerkrieg in Syrien in einen fürchterlichen Alptraum für Teile der dort lebenden Menschen; der Westen wurde in eine unerträgliche moralische Beobachterrolle gezwungen. Parallel dazu tobte in den USA eine unappetitliche Wahlkampf-Schlammschlacht zwischen den gekürten Präsidentschaftskandidaten, die vor allem den Republikaner als Menschen niederträchtigster Gesinnung entlarvte. Er log unter anderem, dass sich die Balken bogen, drohte Minderheiten die unterschiedlichsten Schikanen an und verkündigte seine Absicht bestehende Verträge aufkündigen zu wollen. Allen voran wollte er das Klimaabkommen für Null und Nichtig erklären lassen.

Die Machtübergabe an den Horrorclown
Am 9.November 2016 wurde dieser Mann vor den entsetzten Augen der Weltöffentlichkeit zum 45. Präsidenten der USA gewählt. Analysen verweisen darauf, dass seine Klientel die gleiche ist, die den rechtsradikalen Parteien in Europa Zulauf beschert. Abgehängt, vom Establishment enttäuscht, ungebildet und nicht in der Lage, Lügen von Fakten zu unterscheiden. Menschen, die den starken Mann suchen, der ihre Identität aufwerten soll. Menschen, die das Gefühl brauchen “in einem großartigen Land zu leben”. Menschen, die sich ohnmächtig fühlen, mit dumpfer Wut im Bauch und die und nicht wissen, was man dagegen wirklich tun kann. Deren Wut vielleicht so groß ist, dass sie es nicht wissen wollen….

Zeitenwende vor einem Hintergrund multipler internationaler Spannungen mit einem skrupellosen Egomanen am roten Knopf
Wenn man sich die kursorische Geschichte, wie ich sie bis hierher aufgeschrieben habe, ansieht, ist die Frage, welcher Hebel betätigt werden kann, um das sich beschleunigende Desaster zu stoppen – oder es zumindest zu verlangsamen. Denn wenn es nur der unsägliche künftige Mann am roten Knopf der Welt allein wäre, dann könnte man sagen, in vier Jahren heißt es “neues Spiel, neues Glück”. Aber angesichts der Weltlage ist unvorhersehbar, was in vier Jahren geschehen kann. Die Zeitenwende ist gerade das: Dieser Horroclown wurde von einer kulturellen Woge hochgespült, die sich aus einer multiplen Spannungslage speist. Er allein mag nicht gefährlich sein. Er ist in dieser Situation gefährlich.

Nachsatz:
Vor allem frage ich mich, wie ein grundsätzlicher Lösungsansatz, der die Neujustierung des Finanzkapitals erfordern würde, in dieser Gemengelage möglich sein soll. Der Horrorclown hat ein gewaltiges Investitionsprogramm in den Straßenbau angekündigt. Die Börse jubelt. Moment mal, denke ich da. Wie war das damals? Autobahnen und so? Die Geschichte wiederholt sich nicht- Historiker sagen bisweilen sogar, dass durch den Versuch, vergangene Fehler nicht noch einmal zu machen, gerade neue Probleme heraufbeschworen werden können. Deshalb zunächst: Artisten, in der Zirkuskuppel, ratlos. Wollen wir hoffen, dass der 9. November 2016 “nur” mit dem 9. November 1989 in Zusammenhang steht und nicht mit den beiden anderen Schicksalsdaten unseres Landes, 1938 und 1918.

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