“Impulse für eine smarte Energiewende”

10. Juni 2013

Flexibilität - die kommende Ressource der Wertschöpfung

Flexibilität - die kommende Ressource der Wertschöpfung

Die Marktintegration der Erneuerbaren Energien funktioniert unter dem bisherigen Marktdesign nur schlecht (Stichwort Grenzkosten = Null). Über ein neues Marktdesign wird in Fachkreisen seit einem guten Jahr intensiv diskutiert. Nun gibt es unter dem Titel “Impulse für eine smarte Energiewende” einen Diskussionbeitrag von BDI-IdE (Internet der Energie), einer Gruppe von Unternehmenaus dem Energie- und IKT-Sektor. Spannend daran ist, dass die konservative Energiebranche hier durch die sehr viel flexiblere IKT-Branche herausgefordert wird.

Vorschläge für ein zukünftiges Marktdesign hängen sich  immer wieder an Einzelfragen auf, so BDI-IdE. Statt einen eigenen Entwurf zu präsentieren, stellt BDI-IdE deshalb in seiner Anfang Juni 2013 vorgestellten neuen Broschüre fünf Prinzipien vor. Sie sollen als Leitlinien dienen, anhand derer Entwürfe für einen Transformationsprozess des Marktes geprüft werden können.

Die fünf Prinzipien lauten:
1) Subsidiarität (lokaler Ausgleich soweit es geht)
2) Flexibilität als ökonomisches Gut
3) Angemessenheit beim Auf- und Umbau der Infrastruktur
4) Kostengerechtigkeit
5) Anreize für Innovationen und Investitionen.

Auf einige dieser Themen (z.B. Anreize beim Auf- und Umbau der Infrastruktur; Flexibilität als ökonomisches Gut) habe ich auch schon in meiner Studie verwiesen. Vor allem das Flexibilitätsthema spielt eine zentrale Rolle: in Zukunft wird nicht mehr der Brennstoff (Kohle, Uran) das “knappe Gut” sein, dessen Preis den Markt bestimmt. Es wird die Flexibilität sein, die knapp ist. Den Mechanismus festzulegen, wie diese neue Form von Knappheit bepreist werden kann, wird die kommende Herausforderung in der Marktdesigndebatte werden.

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